E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/17
Liebe Listenleser*innen,
in dieser Woche können wir Sie über zwei Veranstaltungen aus dem
Projekt _SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
Asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen_ informieren: Am
24.Juni wird der 4te Runde Tisch "Besondere Schutzbedarfe im
Asylverfahren" in Erfurt stattfinden. Im Juli geht unsere
Dolmetschendenschulung in eine weitere Runde.
Zudem informieren wir gerne über weitere Fortbildungen aus dem Bereich
Kinder/Jugendliche und Menschenhandel.
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
*** THÜRINGEN ***
* VERANSTALTUNGEN
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Kinder&Jugendliche]
JUNGE MENSCHEN MIT FLUCHTERFAHRUNG AM ÜBERGANG SCHULE-AUSBILDUNG
10.Juni 2026, 09:30 - 14:00 Uhr, Der Paritätische Gesamtverband, Online
Der Übergang von der Schule in die Ausbildung ist für junge Menschen
vielerorts eine Herausforderung. Dies trifft besonders auch auf junge
Menschen mit Fluchterfahrung zu, deren Berufsbiografien von mehrfachen
Übergängen, Unterbrechungen und Neuanfängen geprägt sind. In Deutschland
treffen die jungen Menschen u. a. auf neue Bildungssysteme und
Sprachanforderungen. Auf dem Online-Fachtag werden die komplexen
Übergangsprozesse aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet und
gemeinsam praxisnahe Lösungsansätze diskutiert. Neben der individuellen
Förderung rücken dabei die Peer Group und sozialraumorientierte
Unterstützungsstrukturen in den Fokus.
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
[Menschenhandel]
MENSCHENHANDEL, FLUCHT UND TRAUMA
23.Juni 2026, 10:00 - 15:00 Uhr, ntfn Psychosoziale Zentren gGmbH,
Hannover
Diese Fortbildung vermittelt einen Überblick über internationale und
nationale Abkommen sowie den strafrechtlichen Rahmen zur Bekämpfung von
Menschenhandel. Ziel der Fortbildung ist es, durch ein vertieftes
Verständnis von Menschenhandel die Versorgung von Geflüchteten, die
Überlebende von Menschenhandel sind und unter Traumafolgestörungen
leiden, zu verbessern. Die Fortbildung richtet sich an Personen, die im
psychosozialen Bereich mit geflüchteten Menschen arbeiten, sowie an
Interessierte.
Zur Anmeldung [2]
[Allgemein]
DOLMETSCHUNGSSCHULUNG FÜR SPRACHMITTELNDE: ASYLVERFAHREN UND BESONDERE
SCHUTZBEDARFE
eine Schulung zu Gewaltschutz und Prävention
06. Juli 2026, 15:30 - 19:30 Uhr, SENSA, Online
Wir freuen uns, im Rahmen unseres Projekts SENSA - Sensibilisierung zu
besonderen Schutzbedarfen von asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt
und Thüringen eine spezielle Schulung für Sprachmittelnde im
Asylverfahren anzukündigen.
Die Schulung richtet sich an Dolmetscher*innen und Sprachmittelnde, die
im Asylverfahren tätig sind und ihre Kompetenzen im Umgang mit besonders
schutzbedürftigen Personen erweitern möchten.
Ziel der Schulung ist es, eine umfassende sprachliche und fachliche
Sensibilisierung für die Bedürfnisse besonders schutzbedürftiger
Asylsuchender - insbesondere traumatisierter oder vulnerabler Personen -
zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernen Techniken und Strategien für ein
präzises, einfühlsames und kultursensibles Dolmetschen.
Inhalte der Schulung sind:
* Rollenaufteilung im Dolmetschergespräch:
Klärung der Rolle von Dolmetschenden als neutrale Vermittler*innen, die
die Kommunikation unterstützen, ohne aktiv einzugreifen.
* Aufgaben der Dolmetschenden:
Fokus auf eine präzise und vollständige Übertragung von Informationen,
ohne eigene Meinungen hinzuzufügen oder Inhalte zu verkürzen.
* Interkulturelle Kommunikation:
Umgang mit kulturellen Unterschieden sowie sensiblen Themen im Kontext
des Asylverfahrens.
* Praxisorientierte Übungen:
Simulationen und Fallbeispiele aus der Praxis des Dolmetschens im
Asylverfahren.
* Reflexion der eigenen Rolle:
Förderung der Selbstwahrnehmung und Reflexion über die Rolle als
Sprachmittelnde, um professionelle Neutralität zu wahren.
* Häufige Rollenkonflikte:
Diskussion typischer Herausforderungen, wie z. B. übermäßiges Eingreifen
oder persönliche Involvierung.
Zielgruppe
Die Schulung richtet sich an Sprachmittelnde, die im Rahmen von
Asylverfahren tätig sind und ihre Kompetenzen im Umgang mit besonders
schutzbedürftigen Menschen vertiefen möchten.
Teilnehmendenzahl: maximal 15 Personen
Format: Online (Zugangsdaten werden nach der Anmeldung bereitgestellt)
Referentin: Natalia Tilton
Anmeldung
Interessierte Sprachmittelnde sind herzlich eingeladen, sich bis
spätestens 02.07.2026 per E-Mail unter folgender Adresse anzumelden:
mahmoud.tayeb(a)fluechtlingsrat-lsa.de
Oder über den Link [3]
*** THÜRINGEN ***
VERANSTALTUNGEN
[Allgemein]
4ER "RUNDE TISCH BESONDERE SCHUTZBEDARFE IM ASYLVERFAHREN
24. Juni 2026, 10:00 - 13:00 Uhr, SENSA, Clara-Zetkin- Str.40, Erfurt
Im Rahmen des Projektes SENSA - Sensibilisierung zu besonderen
Schutzbedarfen im Asylverfahren in Sachsen-Anhalt und Thüringen laden
wir herzlich zum 4. Runden Tisch „Besondere Schutzbedarfe im
Asylverfahren" am 24.Juni ein.
Der Runde Tisch „Besondere Schutzbedarfe im Asylverfahren" wird einmal
im Halbjahr in Erfurt stattfinden und bietet Thüringer Akteuer:innen
eine Plattform um sich über besondere Schutzbedarfe zu informieren,
auszutauschen und zu vernetzen.
Inhaltliche Schwerpunkte des Treffens sind:
* News: Aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse aus der Praxis zu
besonderen Schutzbedarfen in Thüringen
* Input: Umsetzungsstart der GEAS Reform im Bezug auf Thüringen
* Kollegiale Fallberatung
Zielgruppe: Der Runde Tisch richtet sich an haupt- und ehrenamtliche
Flüchtlingsberater:innen sowie Mitarbeiter:innen aus Regelstrukturen
welche in ihrer täglichen Praxis Berührungen mit Geflüchteten mit
besonderen Schutzbedarfen haben.
Sollten Sie in Vorfeld des runden Tisches bereits Wünsche und Anregungen
für den Inhalt haben sowie spezifischen Austauschbedarf teilen Sie mir
dies gerne mit unter:
rehbehn(a)fluechtlingsrat-thr.de
Verbindliche Anmeldungen bis 18.06.2026
Zur Anmeldung [4]
Austragen [5] | Verwalte dein Abonnement [6]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [7] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [8] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [9] | Datenschutz [10]
Links:
------
[1]
https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/digitaler-fachtag-jun…
[2] https://eveeno.com/269219442
[3]
https://www.sensa-projekt.de/veranstaltung/schulung-fuer-sprachmittelnde-as…
[4]
https://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/fortbildungen/einladung-zum-ru…
[5]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[6] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[7] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[8] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[9] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[10] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/15
Liebe Listenleser*innen,
wir freuen uns, auf eine neue Veranstaltung in unserem Projekt SENSA
hinweisen zu können: Unsere Qualifizierungsreihe "Einführung
Asylverfahren" hat ein neues Modul zu Anforderungen an die
Asylverfahrensberatung und ihre Anwendung auf Dublin- und
Anerkannten-Fälle. Die Fortbildung bezieht ebenso die alten Regelungen
nach der Dublin-III-VO, als auch Neuerungen im Zuge der GEAS Reform mit
ein.
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
* VERÖFFENTLICHUNG
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Allgemein]
QUALIFIZIERUNGSREIHE "EINFÜHRUNG ASYLVERFAHREN"
Neues Modul: Anforderungen an die Asylverfahrensberatung und ihre
Anwendung auf Dublin- und Anerkannten-Fälle
12.Mai 2026, 09:00 - 13:00 Uhr, SENSA Projekt, Online
Fälle von Schutzsuchenden, die sich im Dublin-Verfahren befinden oder
denen bereits Schutz in einem anderen europäischen Staat zuerkannt wurde
(sog. Anerkannte) gehören zu den komplexesten Konstellationen in der
Asylverfahrensberatung. Sie stellen besondere Anforderungen an die
fachliche Qualifikation der Beratenden und erfordern fundiertes Wissen
über Zuständigkeitsregelungen und Zulässigkeitsprüfungen sowie die
Rechte der Betroffenen.
Die Fortbildung beschäftigt sich mit den Fragen:
* Was sind die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an eine
qualifizierte, unabhängige Asylverfahrensberatung und wie gestaltet sich
der Zugang zu Rechtsberatung nach der GEAS-Reform?
* Grundlagen der Zuständigkeitsprüfung: Wie funktioniert die
Dublin-Verordnung und welche Änderungen ergeben sich durch die
GEAS-Reform?
* Grundlagen zu sog. Anerkannten-Fällen: Was gilt rechtlich für
Personen, die bereits in einem anderen EU-Staat Schutz erhalten haben?
* Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Asylverfahrensberatung
und wann ist die Einbeziehung anwaltlicher Unterstützung erforderlich?
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[Folter/Psyche]
NEUE PUBLIKATION ZUR REHABILITATION FÜR FOLTERÜBERLEBENDE IN DEUTSCHLAND
Die neue Publikation „Rehabilitation für Folterüberlebende in
Deutschland. Fragmente einer gerechten Versorgung" (Abschlusspublikation
des AMIF-Projekts ExTo, www.folterfolgen.de) der _Fachstelle zur
Identifizierung und Umsetzung besonderer Schutzbedarfe_ zeigt
eindrücklich: Gute Versorgung ist möglich, wenn Kooperation,
Qualifikation und institutionelle Verlässlichkeit zusammenspielen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass bislang zentrale Voraussetzungen
fehlen. Obwohl 20,4 % der Klient*innen der psychosozialen Zentren in
Deutschland von Foltererfahrungen berichten - vermutlich eine deutliche
Untererfassung - erfolgt die notwendige interdisziplinäre Dokumentation
nach internationalen Standards wie dem Istanbul-Protokoll nur in einem
Bruchteil der Fälle.
Die systematische Identifizierung besonderer Schutzbedarfe von
Folterüberlebenden muss daher auf einer Förderung von verbindlichen
Kooperationsstrukturen zwischen psychosozialen Zentren, Medizin,
Rechtsmedizin und Beratungsstellen basieren. Dies erfordert die
Verankerung von Qualifizierungsstandards sowie eine nachhaltige
Finanzierung, insbesondere von Sprachmittlung und Case Management.
Die Beiträge der Publikation machen zudem deutlich, dass Versorgung
immer auch politisch ist: Wo Fachkräfte dokumentieren, vernetzen und für
Rechte eintreten, entsteht nicht nur individuelle Unterstützung, sondern
auch ein Beitrag zur gesellschaftlichen Anerkennung von Unrecht und zur
juristischen Verteidigung von Menschenrechten. Umso dringlicher ist es,
die Erkenntnisse aus der Praxis in strukturelle Reformen zu überführen.
Eine gerechte Versorgung von Folterüberlebenden braucht verlässliche
Strukturen, gesicherte Ressourcen und eine klare gesellschaftliche
Haltung.
Mehr Informationen [2]
Zur Publikation [3]
Austragen [4] | Verwalte dein Abonnement [5]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [6] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [7] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [8] | Datenschutz [9]
Links:
------
[1]
https://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/fortbildungen/qualifizierungsr…
[2] https://fachstelle-schutzbedarfe.de/folterueberlebende
[3]
https://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2026/02/260121_Broschure_Re…
[4]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[5] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[6] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[7] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[8] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[9] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/