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E-Mail-Informationsservice: 2026/24
diese Woche freuen wir uns auf zwei spannende Publikationen zum Thema Gewaltschutz und Flucht hinweisen zu dürfen. Zudem gibt es eine neue Publikation von Save the Children und dem Paritätischen Gesamtverband zur Kindheit im AsylbLG. Das allamierende Resumee: Geflüchtete Kinder werden in Deutschland massiv benachteiligt. Mehr dazu finden Sie unter Veröffentlichungen.
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- VERÖFFENTLICHUNGEN
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*** ALLGEMEIN ***
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VERANSTALTUNGEN
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Gewaltsituationen professionell begegnen - Deeskalation, Intervention und Selbstfürsorge für Fachkräfte
26.August 2026, 09:00 - 13:00 Uhr, DeBUG 2.0, Online
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| Die Online-Schulung findet im Rahmen des Projekts „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0“ (DeBUG 2.0) statt. |
| Gewaltsituationen im sozialen und pädagogischen Arbeitsfeld stellen Fachkräfte vor komplexe fachliche und emotionale Herausforderungen. Insbesondere im Kontext von Flucht und Migration erfordern Gewalt in Paarbeziehungen sowie Kindeswohlgefährdung ein hohes Maß an Handlungssicherheit, Sensibilität und professioneller Haltung. |
| Dieses Seminar vermittelt praxisnahe Kenntnisse und Handlungskompetenzen zur Deeskalation und Intervention in akuten und latenten Gewaltsituationen (in Paarbeziehungen). Die Teilnehmenden lernen, Dynamiken von Gewalt in Paarbeziehungen und Gewaltsituationen frühzeitig zu erkennen, Risiken einzuschätzen und angemessen zu intervenieren – unter besonderer Berücksichtigung des Kinderschutzes. |
| Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der eigenen psychischen Gesundheit im Umgang mit belastenden Situationen. Fachkräfte sind häufig mit traumatischen Inhalten konfrontiert, die zu Sekundärtraumatisierung führen können. Das Seminar bietet daher konkrete Strategien zur Selbstfürsorge, zur Stabilisierung im Arbeitsalltag sowie zur langfristigen Prävention von Überlastung. |
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| [Gewaltschutz/Kinder&Jugendliche] |
Häusliche Gewalt und Kinder als Mitbetroffene im Kontext von Flucht und Migration
02.September 2026, 09:00 - 13:00 Uhr, DeBUG 2.0, Online
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| Die Online-Schulung findet im Rahmen des Projekts „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0“ (DeBUG 2.0) statt. |
| Häusliche Gewalt betrifft nicht nur direkt betroffene Personen, sondern wirkt sich immer auch auf Kinder aus – selbst dann, wenn sie „nur“ Zeug*innen der Gewalt sind. Im Kontext von Flucht und Migration verschärfen sich die Herausforderungen häufig durch unsichere Lebensbedingungen, sprachliche Barrieren, rechtliche Abhängigkeiten und kulturelle Unterschiede im Umgang mit Gewalt. |
Dieses Seminar beleuchtet die besonderen Dynamiken häuslicher Gewalt in Familien mit Flucht- und Migrationserfahrungen und rückt Kinder als eigenständige Mitbetroffene in den Fokus. Neben einem Überblick über Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen werden auch Schutzfaktoren sowie Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte erarbeitet.
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VERÖFFENTLICHUNGEN
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Kindheit im Sondersystem. Praxis-Einblicke in die soziale Lage von Kindern im AsylbLG
Eine Publikation von Save the Children und dem Paritätischen Gesamtverband
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Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ist regelmäßig Teil der politischen Debatte. Meist geht es um Kürzungen und Abschreckung, kaum jedoch um die Situation der Leistungsbezieher*innen selbst. Besonders selten wird auf die Lebenssituation von Kindern im AsylbLG-Bezug eingegangen. Anhand einer Umfrage unter knapp 450 Beratungsfachkräften haben der Paritätische Gesamtverband und Save the Children versucht, diese Lücke zu schließen. Die zahlreichen und detaillierten Rückmeldungen zeigen zahlreiche, teils dramatische negative Auswirkungen des AsylbLG auf Kinder.
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Die Umfrage zeigt deutlich und umfassend, wie die rund 100.000 Kinder im Grundleistungsbezug des AsylbLG strukturell in ihrer Teilhabe eingeschränkt werden. In diesem Sondersystem erhalten sie Leistungen, die deutlich unterhalb des Existenzminimums liegen, wobei vulnerable Gruppen wie Neugeborene, Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen oder psychisch belastete Kinder besonders benachteiligt werden.
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Die sich daraus ergebenden Forderungen von Safe the Children und dem Paritätischen Gesamtverband:
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| Die Forderungen von Save the Children und dem Paritätischen Gesamtverband: |
- Der Gesetzgeber muss Leistungskürzungen und -ausschlüsse für Familien mit minderjährigen Kindern ausnahmslos ausschließen. Sie bringen Kinder und Familien in existenzielle Not.
- Behörden müssen die Versorgung Neugeborener immer vorrangig sicherstellen, auch wenn Geburtsurkunden fehlen. Ihre Mitarbeitenden brauchen dafür Schulungen. Die Versorgung Neugeborener muss Vorrang haben.
- Der Gesetzgeber muss prüfen, ob die statistisch ermittelten Regelsätze im AsylbLG eine gesunde und bedarfsgerechte Ernährung von Kindern überhaupt ermöglichen.
- Im SGB V sowie im AsylbLG sollte der Gesetzgeber dringend einen Rechtsanspruch auf Dolmetscher verankern. Sprachbarrieren gefährden den Erfolg jeder medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung.
- Für Familien mit Kindern muss der Gesetzgeber Bezahlkarten abschaffen. Sie bedeuten für Kinder Stigmatisierung, Scham und noch größere Armut.
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